Diözesan-Caritasverband Rottenburg-Stuttgart, 16.12.2010

Johannes Böcker und Dr. Rainer Brockhoff für weitere fünf Jahre als Diözesancaritasdirektoren gewählt

Bildungs- und Chancengerechtigkeit sowie demografischer Wandel sind Herausforderungen der kommenden Jahre

 

Stuttgart, 16. Dezember 2010 - Johannes Böcker und Dr. Rainer Brockhoff bleiben für weitere fünf Jahre Caritasdirektoren der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der Diözesancaritasrat als Aufsichtsgremium hat auf seiner heutigen Sitzung in Stuttgart den 57-jährigen Böcker und den 52-jährigen Brockhoff einstimmig in ihr Amt wiedergewählt. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Monsignore Wolfgang Tripp stehen die beiden somit weiterhin als Vorstände an der Spitze des katholischen Wohlfahrtsverbandes. Wolfgang Tripp zeigte sich froh über die Wiederwahl seiner beiden Kollegen: "In unserem dreiköpfigen Vorstand ergänzen sich die jeweiligen Kompetenzen hervorragend: Dabei steht Johannes Böcker für die strategische Sozialpolitik und soziale Dienstleistungen in den Caritas-Regionen, Dr. Rainer Brockhoff für die strategische Unternehmenspolitik sowie für Personal und Finanzen des Verbandes."

Johannes Böcker sieht in den nächsten fünf Jahren seine Aufgabe darin, die soziale Gerechtigkeit im Land zu stärken: "Die Bildungs- und Chancengerechtigkeit ist eine der großen sozialpolitischen Herausforderungen der Zukunft", erklärt der ‚gelernte Sozialpädagoge', der vor seiner Zeit in Stuttgart zwölf Jahre lang die Caritas in Düsseldorf als Direktor leitete. Sein besonderes Augenmerk gilt auch der Sicherung der Lebensgrundlagen aller Menschen im Land: "Arbeit, Einkommen, Wohnen, Gesundheit, Bildung und sozialer Nahraum bilden die Eckpunkte für eine solche Absicherung. Hier entstehen auch meine Aufgaben der nächsten Amtsperiode als Vorstand im Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart."

Als Kompass für seine Vorstandsarbeit dient dem verheirateten Vater von drei erwachsenen Kindern das "Hinhören und Hinsehen auf Krisen und Nöte der Menschen." Weiterhin möchte er für eine inklusive Gesellschaft eintreten, in der jeder Mensch einen akzeptierten Platz hat.

Johannes Böcker absolvierte vor seinem Studium der Sozialpädagogik eine Berufsausbildung als Textilveredler. In seiner Heimatstadt Wuppertal begann seine berufliche Laufbahn als Jugendpfleger, ehe er als Fachberater und -bereichsleiter die ganze Vielfalt karitativer Aufgaben kennenlernte. Bundesweit hat Böcker als Sprecher der Caritasdirektoren der Großstädte wesentliche Impulse zur Stärkung der Ortsebene in der Deutschen Caritas gesetzt.

Der zweite wiedergewählte Vorstand, Dr. Rainer Brockhoff, sieht im demografischen Wandel eine enorme Herausforderung für den Caritasverband in den nächsten fünf Jahren. Dies werde alle Hilfefelder, allen voran die Alten-, Gesundheits- und Behindertenhilfe, aber auch die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe betreffen. "Wir werden dabei die Tendenzen, die Armut verschärfen, besonders in den Blick nehmen und bekämpfen." Verantwortlich für die Unternehmenspolitik und die Bereiche Personal und Finanzen sieht der Bankkaufmann und promovierte Volkswirt seine Aufgabe vor allem darin, "die unternehmerische Kraft unserer Mitglieder zum Wohle der uns anvertrauten Menschen zu stärken". Ein zentrales Problem macht der verheiratete Vater von vier Kindern darin aus, genügend Mitarbeiter für die für die Gesellschaft so wichtige soziale Arbeit zu motivieren und zu begeistern. "Denn der Bedarf wird einerseits stark steigen. Andererseits werden nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen."

Der in Münster / Westfalen geborene Brockhoff ist gelernter Bankkaufmann und nach seinem Studium der Volkswirtschaft und seiner Promotion in Freiburg seit 1989 beim Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart. Bundesweite Anerkennung erwarb sich der leidenschaftliche Radfahrer bei seinem anhaltend großen Engagement als ausgewiesener Fachmann für die Weiterentwicklung des sogenannten "Dritten Weges".

Die Vorsitzende des Diözesancaritasrates, Ordinariatsrätin Dr. Irme Stetter-Karp, setzt auch in Zukunft auf die verlässliche und gute Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Aus ihrer Sicht sei in den nächsten Jahren insbesondere die anwaltschaftliche Funktion des Verbandes in der Armutsentwicklung und -prä-vention und in der Personalpolitik in den beiden Geschäftsfeldern des Vorstandes zu akzentuieren