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Wir schauen hin!
 
Caritas-Kampagne 2015
 
Caritas hilft Menschen in der Welt

 
Sachspende Fahrradständer

Abstellmöglichkeit für Räder

 Wer den C-Punkt, das Zentrum der Caritas, in Böblingen mit dem Fahrrad ansteuert, kann es ab jetzt auch an einem Fahrradständer anschließen. Die neue Abstellmöglichkeit am Bonifatiusplatz ist eine Spende des Fahrradfachgeschäftes Jaiser in Böblingen..

 

 
Neuer C-Punkt in Böblingen

Einweihung mit vielen Gästen

 Mehr als 200 Gäste haben am Sonntag, 26. April 2015, die Einweihung des neuen Caritas-Zentrums „C-Punkt“ am Bonifatiusplatz in Böblingen gefeiert. Der neue Direktor des Caritasverbands der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Pfarrer Oliver Merkelbach (links), weihte den neuen Ort der Begegnung ein. Gäste sollten hier durchatmen können und ein Forum für innovatives Denken und Handeln zugunsten von mehr Gemeinwohl in der Region vorfinden, sagte Silvia Hall, Regionalleiterin der Caritas Schwarzwald-Gäu.

 

 
Caritas, Diakonie und ver.di fordern Tariftreue

Caritas, Diakonie und ver.di schließen das „Bündnis für Tariftreue und Tarifstandards für die Sozialwirtschaft in Baden-Württemberg“

In der Sozialwirtschaft werden immer mehr Anbieter zugelassen, die sich nicht an in Baden-Württemberg geltende Flächentarife halten. Träger und Verbände wie Caritas und Diakonie, die sich an Flächentarife halten, sind wirtschaftlich im Nachteil: Die Tarifsteigerungen, die sie an ihre Mitarbeiter bezahlen, refinanzieren die Krankenkassen nicht. Im Gegenteil werfen die Kassen ihnen als Kostenträger vor, ihre Tarife seien „kostentreibend“.

Auch mit Blick auf den Runden Tisch „Pflege“ mit Sozialministerin Katrin Altpeter haben daher Caritas, Diakonie und ver.di das „Bündnis für Tariftreue und Tarifstandards für die Sozialwirtschaft in Baden-Württemberg“ gegründet. Sie wollen deutlich machen, dass Caritas und Diakonie rund zehn Prozent mehr für eine Pflegeleistung bezahlen, als sie von den Kassen für ihre erbrachte Leistung wieder erstattet bekommen. Tarifsteigerungen, die von den Kassen nicht anerkannt werden, führten zwangsläufig zu Deckungslücken, erklärte Oberkirchenrat Urs Keller, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Baden, bei einem gemeinsamen Pressegespräch. „Damit entsteht bei einer großen Zahl der Dienste ein Defizit und einige mussten auch schon schließen.“

Letztendlich seien die Leidtragenden die Hilfesuchenden und das Personal, machte ver.di-Landesbezirksleiterin Leni Breymeier deutlich. Denn die durch Tariferhöhungen ausgelösten Steigerungen bei den Personalkosten könnten nicht einfach in höhere Preise umgesetzt werden. Vielmehr müssten mehr Leistungen in einer geringeren Zeit erbracht werden.

Dabei sei die Lohnentwicklung in den sozialen Berufen in den vergangenen Jahren deutlich niedriger ausgefallen als in anderen Branchen, betonte Dr. Rainer Brockhoff, Caritasdirektor der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Wenn die Kassen die Übernahme von ganz normalen Tarifsteigerungen immerzu ablehnten, beschädige dies das Image der sozialen Berufe. „Es entsteht der Eindruck, diese seien weniger wert als andere Berufe, etwa die in der Metall- und Elektroindustie.“ In der Konsequenz befürchten die Bündnispartner für die Sozialwirtschaft Personalnotstand, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und erhebliche Auswirkungen auf die Qualität der Hilfen, insbesondere für alte und kranke Menschen in Baden-Württemberg.

Gemeinsam fordern Caritas, Diakonie und ver.di in Baden-Württemberg daher die Landesregierung auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, die alle Anbieter in der Sozialbranche verpflichten, ihre Beschäftigten nach anerkannten Tarifen zu entlohnen. Nur durch flächentarifliche Regelungen könne ein Wettbewerb um die beste Qualität unter den Anbietern in Gang gesetzt werden. Im Moment werde dieser Wettbewerb über die Löhne bestimmt. Für die Bündnispartner sichern flächentarifliche Regelungen insbesondere für Pflegeleistungen in Baden-Württemberg gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und damit auch in der Zukunft die Qualität in der Pflege. Angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft muss aus Sicht der Bündnispartner schnell gehandelt werden. Sie hoffen, weitere Partner zu gewinnen, die dieses Anliegen teilen.

Im Dezember 2014

 
Neuen Job dank Räuberleiter

Kooperationsprojekt zwischen Wirtschaft und Caritas in Tübingen

Kinder wussten früher, wie das geht, eine Räuberleiter. Um ein Hindernis zu überwinden, wurde aus zwei Händen des Freundes ein fester Tritt, manchmal musste noch etwas nachgeholfen werden, aber mit etwas Drücken, Schieben und Anfeuerungsgeschrei war die Hürde schnell genommen.

Auf dem gleichen Prinzip beruht auch die Räuberleiter für Arbeitssuchende im Landkreis Tübingen. Sie erhalten zusätzlichen Schub für die vielen Hindernisse auf dem Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt.

Das Prinzip ist so einfach wie die Räuberleiter: Sozial engagierte Unternehmer und Führungskräfte unterstützen Arbeitssuchende mit ihren Kenntnissen bei der Suche nach geeigneten Stellen. Vor allem stellen Führungskräfte ihr professionelles Netzwerk zur Verfügung. Denn anders als so manche Berater und Arbeitsvermittler kennen UnternehmerInnen immer jemanden, der jemanden kennt, der jemanden sucht und kennen lernen will. Das ist das Geheimnis dieser Räuberleiter. Zusätzlich wird der Prozess durch professionelle Berater unterstützt, die mit den Wiedereinsteigerinnen die Zielsuche schärfen und aus Qualifikationen und Fähigkeiten ein individuelles Profil erarbeiten und ermutigen, dranzubleiben.

Der besondere Charme der Räuberleiter liegt aber darin, dass alle Beteiligten etwas davon haben. Auch Unternehmer erweitern bei der Begleitung der Arbeitssuchenden ihr Netzwerk durch den Kontakt mit anderen Führungskräften. Sie werden zudem von ihren Kunden als sozial engagiert wahrgenommen. Außerdem geben die projektleitenden Berater professionellen Input zum aktuellen Stand bei Mitarbeitergesprächen.

Wie geht das konkret? Die Caritas startet ein Pilotprojekt mit sozial engagierten Unternehmern. Ihnen stehen Berater mit fundierten Kenntnissen in der Ausbildung von Führungskräften im Mittelstand zur Seite. Weitere Unterstützung kommt von Marken- und Projektentwicklern im Non-Profit-Bereich. Mehr Informationen erhalten Sie hier auf der Homepage des Projekts!

 
Neu: Lernladen im Caritas-Zentrum Horb

Lernladen im Caritas-Begegnungshaus ParaDios in Horb

HORB. Am 1. September ist im Caritas-Zentrum Horb ein neues Projekt gestartet: Der Horber Lernladen ist im Caritas-Begegnungshaus ParaDios angesiedelt und macht junge und ältere Menschen auf die verschiedensten örtlichen und regionalen Bildungsangebote aufmerksam. „Mit unserem Lernladen wollen wir Interesse für Bildungsangebote wecken und zum Mitmachen aktivieren“, betonte Erwin Reck. Reck ist Leiter der Caritas in Horb sowie des Begegnungshauses ParaDios, er setzt das Projekt vor Ort um.

Die eigentlich Projektidee ist einfach – durch die direkte Ansprache auf Augenhöhe sollen bestehenden Zugangsbarrieren bestimmter Zielgruppen überwunden werden. „Die Angebotsvielfalt in Sachen Bildung ist meist groß, nur gehen die Menschen, die am meisten von diesen Angeboten profitieren könnten, nicht hin – aus Unwissenheit, Scham und finanziellen Nöten“, erklärte Cornelius Ambros, Geschäftsführer der team training GmbH, einem tübinger Bildungsunternehmen und Entwickler der Lernladen-Idee. Genau hier setzt die Konzeption des Lernladens an. Zusammen mit Johannes Sipple, Projektleiter und zuständig für Bildung bei der Caritas Schwarzwald-Gäu, hat er das Konzept auf den ländlichen Raum zugeschnitten und den Antrag beim Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württembergs eingereicht. „Der Lernladen in Horb ist der erste im ländlichen Raum. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen wir mit diesem Piloten machen werden“, so Sipple.


Weitere Informationen bei:
Johannes Sipple
Fachbereichsleiter Bildung, Caritas Schwarzwald-Gäu
Hanns-Klemm-Straße 1A, 71034 Böblingen
Tel: 0160/8147079
sipple@caritas-schwarzwald-gaeu.de